Die Stille am Berg
Die Stille am Berg
Autor: Mario Manetzki Datum: 3. März 2024 Kategorie: Naturverbindung
Anbindung in den Tiroler Bergen
(1. Einleitung - atmosphärisch)
Es gibt Orte, die atmen. Orte, an denen die Schleier dünn werden und das Rauschen der Welt verstummt. Für mich sind das oft die Berge, besonders die majestätischen Gipfel Tirols im späten Winter. An diesem Morgen, dem 3. März, lag eine solche vollkommene Stille über der Landschaft, dass man das Gefühl hatte, die Schöpfung selbst hielt den Atem an. Der Schnee knirschte unter meinen Stiefeln, ein Geräusch, das in dieser Weite fast unverschämt laut wirkte. Ich war nicht nur auf einem Berg, ich war in einem Tempel der Natur, bereit für die tiefe Anbindung zur Schöpfung.
(2. Situation - anonymisiert)
Ich war auf dem Weg zu einem kleinen, abgelegenen Hof, wo ich eine Klientin, nennen wir sie "Elsa", besuchen sollte. Elsa, eine Bäuerin mittleren Alters, litt unter einer tiefen, unerklärlichen Müdigkeit, die alle ärztlichen Befunde ignorierte. Sie beschrieb es nicht als Erschöpfung, sondern als ein Gefühl der Abgeschnittenheit, als wäre ihr innerer Brunnen versiegt, obwohl sie ihr Leben in und mit der Natur verbrachte. Ihre Augen, sonst so klar und wettergegerbt, wirkten matt. Sie hatte die Verbindung zu dem verloren, was sie am meisten liebte: dem Land, das sie bewirtschaftete.
(3. Wahrnehmung - medial/energetisch)
Als ich den Hof betrat, spürte ich sofort die energetische Dissonanz. Es war, als läge ein feiner, aber zäher Nebel über dem Ort. Medial nahm ich wahr, dass Elsas eigenes Energiefeld zwar intakt war, aber die Anbindung nach oben und unten – die Verbindung zur geistigen Welt und zur Erde – war blockiert. Es war kein Angriff von außen, sondern eine Art energetische Resignation, die sich durch jahrelange, unbewusste Überforderung und das Ignorieren ihrer eigenen feinen Wahrnehmung manifestiert hatte. Ihr System war zwar mit der Natur verbunden, aber nicht mehr mit der Quelle der Schöpfung durch die Natur.
(4. Arbeit - Methoden)
Ich erklärte Elsa, dass wir nicht gegen etwas kämpfen, sondern uns wieder erinnern würden. Meine Arbeit begann mit einer einfachen, aber tiefgehenden Anbindungspraxis. Wir saßen gemeinsam in der Stube, die Hände auf das Herz gelegt. Ich leitete sie an, in die Stille zu gehen, ihr Herz zu öffnen und die Schöpfung in sich willkommen zu heißen. Es ist der Königsweg der energetischen Arbeit: nicht die Technik, sondern die reine, bewusste Kanalisierung der Schöpferkraft. Ich nutzte meine mediale Klarheit, um die Blockaden in ihrem feinstofflichen Körper sanft zu lösen, die wie feine, unsichtbare Fäden ihre Verbindung zur Erde und zum Himmel festhielten. Es war ein Akt des Loslassens und des Empfangens.
(5. Transformation)
Nach etwa einer Stunde öffnete Elsa ihre Augen. Die Veränderung war subtil, aber unübersehbar. Das matte Licht in ihren Augen war einem sanften Glanz gewichen. Sie atmete tiefer. Was sie sagte, war einfach: "Es ist, als würde ich zum ersten Mal seit Jahren wieder hören." Die Müdigkeit war nicht schlagartig verschwunden, aber die Leere war gefüllt. Die Transformation lag in der Wiederherstellung ihrer Souveränität: Sie hatte die bewusste Entscheidung getroffen, sich wieder als Kanal der Schöpfung zu sehen und zu fühlen. Die Natur um sie herum, der Berg, der Hof, alles schien nun in einer neuen Frequenz mit ihr zu schwingen.
(6. Reflexion - persönliche Erkenntnis)
Dieser Tag am Berg hat mich einmal mehr gelehrt, dass wahre Heilung immer Rückverbindung ist. Es geht nicht darum, neue, komplizierte Methoden zu erlernen, sondern die ursprüngliche, einfache Verbindung zur Schöpfung wiederherzustellen. Die Natur ist dabei unser größter Lehrmeister und Spiegel. In der Stille des Berges, in der Reinheit des Schnees, liegt die unbestechliche Wahrheit: Wir sind niemals abgeschnitten, wir müssen uns nur bewusst erinnern, wer wir sind – ein Teil dieses großen, atmenden Ganzen. Die Tiefe der Verbindung, die wir suchen, ist immer schon da, sie wartet nur darauf, von uns wieder gefühlt und gelebt zu werden. Ein tiefes Dankeschön an Elsa, die mir durch ihre Geschichte diese Erkenntnis erneut geschenkt hat.
Mario Manetzki ist fiktiver Autor und Energetiker am Amaera Institut. Er begleitet Menschen auf dem Königsweg zur bewussten Anbindung und souveränen Praxis.
Kommentare von Lesern
Thomas K.
Faszinierend, wie du die energetische Arbeit beschreibst. Ich lerne so viel aus deinen Erfahrungen Vielen Dank!
Martin G.
Genau zur richtigen Zeit gelesen. Genau diese Botschaft brauchte ich heute Vielen Dank!
Sabine E.
Ich konnte die Energie förmlich spüren beim Lesen. So eine kraftvolle Geschichte Vielen Dank!
Maria H.
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Es hat mich zum Nachdenken gebracht. Vielen Dank!
