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Die Frau mit den schweren Schultern

Die Frau mit den schweren Schultern

Autor: Mario Manetzki Datum: 8. Januar 2024 Kategorie: Energetische Heilung Thema: Fremdenergien, Ahnenlasten, Chakrenblockade

Einleitung (Atmosphärisch)

Es war ein kalter Januarmorgen, der die Stille des Instituts noch verstärkte. Die Sonne kämpfte sich mühsam durch die dicken Wolken, und in diesem gedämpften Licht betrat eine Frau, nennen wir sie "Elara", meinen Praxisraum. Schon ihr Gang verriet eine tiefe, fast physische Schwere. Es war, als würde sie nicht nur ihr eigenes Gewicht tragen, sondern das eines unsichtbaren Rucksacks, gefüllt mit Steinen, die sie seit Jahren nicht ablegen konnte.

Situation (Anonymisiert)

Elara, Mitte vierzig, erfolgreich im Berufsleben, strahlte auf den ersten Blick eine gewisse Stärke aus. Doch ihre Augen waren müde, und ihre Haltung war in sich zusammengesunken, die Schultern hochgezogen. Sie berichtete von chronischen Nacken- und Schulterschmerzen, die keine physiotherapeutische Behandlung lindern konnte. "Ich fühle mich, als würde ich ständig eine unsichtbare Last tragen, Herr Manetzki," sagte sie leise. "Es ist, als wäre es nicht meine eigene." Im Gespräch stellte sich heraus, dass ihre Mutter vor einigen Jahren verstorben war – eine Frau, die zeitlebens selbst große Verantwortung getragen und sich nie erlaubt hatte, schwach zu sein.

Wahrnehmung (Medial/Energetisch)

Als ich mich in meine Anbindung begab, um Elaras Feld wahrzunehmen, wurde die Ursache schnell deutlich. Die physische Schwere in ihren Schultern korrespondierte mit einer massiven Blockade im oberen Rücken- und Nackenbereich, die bis in das Herz-Chakra hineinreichte. Es war keine Fremdenergie im klassischen Sinne, sondern eine tief sitzende, übernommene Last. Medial sah ich die energetische Signatur ihrer verstorbenen Mutter – nicht als störende Entität, sondern als ein tiefes, ungelöstes emotionales Muster, das Elara unbewusst übernommen hatte. Es war die ungesagte Erwartung, die Stärke und die Bürden der Mutter nun stellvertretend weiterzutragen. Eine klassische Ahnenlast, die sich als energetische Verstrickung manifestierte.

Arbeit (Methoden)

Meine Arbeit begann mit der Anbindungspraxis, um einen klaren und souveränen Raum zu schaffen. Der Fokus lag auf der sanften, aber präzisen Lösung dieser energetischen Verstrickung. Zuerst galt es, die Chakrenblockade im Bereich der Schultern und des Herzens zu klären. Anschließend nutzte ich eine spezifische Methode der Systemischen Energetik, um die Verbindung zwischen Elara und dem übernommenen Lastmuster ihrer Mutter zu identifizieren und zu lösen. Es ging nicht darum, die Liebe zur Mutter zu kappen, sondern die ungesunde energetische Übernahme der Verantwortung. Ich führte Elara durch eine innere Übung, in der sie die Last bewusst an die Schöpfung zurückgeben konnte, begleitet von der tiefen Erkenntnis, dass sie ihre Mutter ehren kann, ohne deren Schmerz zu tragen.

Transformation

Die Veränderung war unmittelbar spürbar. Als die energetische Verstrickung gelöst wurde, entspannte sich Elaras gesamter Oberkörper. Sie atmete tief durch, das erste Mal seit Beginn unserer Sitzung. "Es ist... leer," flüsterte sie, Tränen in den Augen. "Die Steine sind weg." Die chronischen Schmerzen waren nicht sofort verschwunden – das ist ein Prozess, der Zeit braucht –, aber die Ursache der Schwere war transformiert. Sie stand aufrechter, ihre Schultern waren entspannt, und ihre Augen hatten einen neuen, klaren Glanz. Sie hatte ihre eigene Souveränität in diesem Bereich zurückgewonnen.

Reflexion (Persönliche Erkenntnis)

Diese Sitzung hat mir einmal mehr gezeigt, wie tiefgreifend und subtil die Mechanismen der Ahnenlasten wirken können. Wir tragen oft nicht unseren eigenen Schmerz, sondern den unserer Liebsten, aus einer tiefen, unbewussten Loyalität heraus. Der Königsweg lehrt uns, dass wahre Heilung nicht im Kampf gegen die Energie liegt, sondern in der klaren Anbindung an die Schöpfung, die es uns erlaubt, Verstrickungen zu erkennen und in Liebe und Respekt zu lösen. Elara ging an diesem Tag leichter, und ich wusste, dass sie nun den Raum hatte, ihr eigenes, unbelastetes Leben zu führen. Die schwersten Lasten sind oft die, die wir aus Liebe tragen – und die größte Liebe ist es, sie in die Hände der Schöpfung zurückzugeben.

Kommentare von Lesern

Sophie T.

So authentisch und einfühlsam geschrieben. Du hast ein echtes Talent fürs Schreiben Vielen Dank!

Peter W.

So authentisch und einfühlsam geschrieben. Du hast ein echtes Talent fürs Schreiben Vielen Dank!

Lisa P.

Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Es hat mich zum Nachdenken gebracht. Vielen Dank!