Bewusstsein schafft Veränderung: Erfahrungen aus dem Foundation Programm
Schwaz, Tirol • 24. Oktober 2025 • Kategorie: Wissenschaft & Praxis
Die Herbstsonne wirft lange Schatten durch die Fenster des Seminarraums in Schwaz. Vor mir sitzen zwölf Menschen, die gerade den dritten und letzten Workshop des Foundation Programms abgeschlossen haben. In ihren Gesichtern sehe ich etwas, das sich nicht mit Worten beschreiben lässt – eine Klarheit, eine Präsenz, die vor fünf Wochen noch nicht da war.
Der Beginn: Skepsis und Offenheit
Als die Gruppe im September zum ersten Mal zusammenkam, herrschte eine Mischung aus Neugierde und Unsicherheit. Einige kamen mit konkreten Erwartungen, andere einfach mit dem Gefühl, dass "da mehr sein muss". Eine Teilnehmerin, Lehrerin aus Innsbruck, sagte damals: "Ich spüre seit Jahren, dass ich sensibler bin als andere. Aber ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll."
Das Foundation Programm beginnt nicht mit spektakulären Techniken oder Versprechungen. Es beginnt mit einer einfachen, aber fundamentalen Frage: Bist du bereit, dich als Geschöpf zu erkennen – nicht als Schöpfer?
Diese Frage löste in der ersten Runde intensive Diskussionen aus. Unser Ego möchte gerne glauben, wir könnten alles kontrollieren, alles erschaffen, alles heilen. Doch der Königsweg, den wir im AMAERA Institut lehren, führt in eine andere Richtung: in die Demut, in die Hingabe, in das Vertrauen darauf, dass wir Kanal sein dürfen – nicht Quelle.
Die erste Wahrnehmung: "Ich spüre es wirklich"
Der Durchbruch kam für die meisten im ersten Workshop, als wir die Anbindung an die Schöpfung übten. Ein junger Mann, Physiotherapeut, der sehr rational an das Thema herangegangen war, öffnete nach der Übung die Augen und sagte leise: "Ich spüre es wirklich. Es ist da."
Was er spürte, war keine Einbildung, keine Suggestion. Es war die erste bewusste Wahrnehmung dessen, was immer schon da war: das energetische Geflecht, das alles durchdringt, die Verbindung zur Schöpfung, die jedem von uns zur Verfügung steht.
In diesem Moment geschieht etwas Entscheidendes: Bewusstsein entsteht. Nicht theoretisches Wissen, sondern erlebtes, gefühltes, verkörpertes Bewusstsein. Und mit diesem Bewusstsein beginnt die Veränderung.
Die Vertiefung: Von der Wahrnehmung zur Praxis
Im zweiten Workshop, vier Wochen später, war die Gruppe bereits verwandelt. Die anfängliche Unsicherheit war einer stillen Zuversicht gewichen. Die Teilnehmer berichteten von Erfahrungen aus ihrem Alltag: Momente, in denen sie plötzlich Energien wahrnahmen, Situationen, in denen sie intuitiv wussten, was zu tun war, Begegnungen, die sich anders anfühlten als früher.
Eine Teilnehmerin erzählte: "Ich war bei meiner Mutter im Krankenhaus. Normalerweise fühle ich mich dort immer hilflos. Aber diesmal habe ich mich angebunden, wie wir es gelernt haben, und einfach meine Hand auf ihre gelegt. Ich habe nichts 'gemacht', ich war einfach nur Kanal. Und meine Mutter sagte später, sie habe sich zum ersten Mal seit Tagen wieder ruhig gefühlt."
Das ist die Essenz der energetischen Arbeit: Nicht wir heilen. Nicht wir verändern. Wir sind Kanal, durch den die Schöpfung wirken kann. Diese Erkenntnis ist gleichzeitig demütigend und befreiend. Demütigend, weil sie unser Ego in seine Schranken weist. Befreiend, weil sie uns von der Last befreit, alles selbst leisten zu müssen.
Die Integration: Souveränität entwickeln
Der dritte Workshop diente der Integration und der Entwicklung souveräner Praxis. Hier ging es nicht mehr nur um das Spüren und Wahrnehmen, sondern um das bewusste, ethische, verantwortungsvolle Arbeiten mit Energie.
Wir übten die richtigen Fragen: Was kann? Was darf? Was soll? Diese drei Fragen sind der Kompass jeder energetischen Arbeit. Was kann die Schöpfung in dieser Situation? Was darf ich als Kanal tun? Was soll geschehen – nicht nach meinem Willen, sondern nach dem göttlichen Plan?
Ein Teilnehmer, selbst Therapeut, sagte: "Das hat meine gesamte Praxis verändert. Früher habe ich versucht, Lösungen zu finden. Jetzt frage ich, was sein darf. Und die Antworten kommen – nicht von mir, sondern durch mich."
Die Transformation: Bewusstsein als Katalysator
Was in diesen fünf Tagen geschieht, ist mehr als das Erlernen von Techniken. Es ist ein Bewusstwerdungsprozess, der das gesamte Leben berührt. Die Teilnehmer berichten von Veränderungen in ihren Beziehungen, in ihrer Arbeit, in ihrem Selbstverständnis.
Eine Frau erzählte: "Ich bin nicht mehr dieselbe Person wie vor zwei Monaten. Ich nehme mich anders wahr, ich nehme andere anders wahr. Es ist, als hätte jemand einen Filter entfernt, den ich mein ganzes Leben lang vor den Augen hatte."
Das ist die Kraft des Bewusstseins: Sobald wir etwas wahrnehmen, können wir nicht mehr so tun, als wäre es nicht da. Sobald wir die energetische Dimension des Lebens erkennen, verändert sich unsere gesamte Realität. Nicht, weil die Welt sich verändert hat, sondern weil wir sie mit anderen Augen sehen.
Die Ethik: Verantwortung und Demut
Ein zentraler Aspekt des Foundation Programms ist die ethische Grundlage der energetischen Arbeit. Wir sprechen offen über die Gefahren des Ego, über die Versuchung, sich als "Heiler" oder "Meister" zu inszenieren, über die Wichtigkeit der Selbstfürsorge und energetischen Hygiene.
Ein Teilnehmer sagte: "Das Wertvollste für mich war zu lernen, dass ich nicht alles können muss. Dass es Situationen gibt, in denen ich sagen darf: Das übersteigt meine Fähigkeiten. Das ist keine Schwäche, sondern Weisheit."
Diese Haltung – die Bereitschaft, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren – ist das Fundament souveräner Praxis. Sie schützt sowohl den Praktizierenden als auch den Klienten vor Überforderung, Projektion und energetischer Verstrickung.
Die Gemeinschaft: Gemeinsam wachsen
Was mich immer wieder berührt, ist die Gemeinschaft, die in diesen Workshops entsteht. Menschen, die sich vorher nicht kannten, teilen tiefe Erfahrungen, unterstützen sich gegenseitig, wachsen gemeinsam.
Am Ende des dritten Workshops saßen wir im Kreis, und jeder teilte, was sich für ihn verändert hatte. Die Worte waren unterschiedlich, aber die Essenz war dieselbe: Dankbarkeit. Demut. Staunen.
Eine Teilnehmerin fasste es so zusammen: "Ich habe verstanden, dass ich nicht allein bin. Dass ich Teil von etwas Größerem bin. Und dass ich diesem Größeren dienen darf. Das ist das schönste Geschenk, das ich je erhalten habe."
Die Fortsetzung: Der Weg geht weiter
Das Foundation Programm ist, wie der Name sagt, ein Fundament. Es ist der Beginn eines Weges, nicht das Ziel. Viele Teilnehmer werden weitergehen, sich in den Advanced Programmen vertiefen, ihre Fähigkeiten ausbauen, ihre Praxis entwickeln.
Aber unabhängig davon, ob jemand professionell mit Energie arbeiten möchte oder einfach nur sein eigenes Leben bewusster gestalten will – das Fundament ist gelegt. Das Bewusstsein ist erwacht. Und dieses Bewusstsein wird weiter wirken, weiter wachsen, weiter Veränderung schaffen.
Reflexion: Die Kraft des Bewusstseins
Wenn ich auf diese Gruppe zurückblicke, auf die Transformation, die ich in diesen Wochen begleiten durfte, erfüllt mich tiefe Dankbarkeit. Nicht, weil ich etwas Besonderes geleistet hätte – ich war lediglich Kanal, Begleiter, Wegweiser.
Die eigentliche Arbeit haben die Teilnehmer selbst geleistet: Sie haben sich geöffnet, sie haben sich getraut, sie haben ihre Komfortzone verlassen. Sie haben zugelassen, dass ihr Bewusstsein sich erweitert, dass ihre Wahrnehmung sich vertieft, dass ihre Realität sich verändert.
Bewusstsein schafft Veränderung. Nicht durch Anstrengung, nicht durch Willenskraft, nicht durch Kontrolle. Sondern einfach dadurch, dass es da ist. Dass es wahrnimmt. Dass es erkennt.
Und in dieser Erkenntnis liegt eine Kraft, die größer ist als alles, was wir uns vorstellen können. Es ist die Kraft der Schöpfung selbst, die durch uns wirken möchte – wenn wir bereit sind, Kanal zu sein.
Das nächste Foundation Programm startet im Februar 2026. Informationen und Anmeldung unter www.amaera.world
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Nachklang
Drei Tage nach dem Workshop erreicht mich eine E-Mail von der Lehrerin aus Innsbruck: "Ich habe heute in meiner Klasse eine Situation erlebt, die früher eskaliert wäre. Aber ich habe mich angebunden, bin ruhig geblieben, und plötzlich hat sich alles aufgelöst. Die Kinder haben es gespürt. Einer hat zu mir gesagt: 'Frau Lehrerin, Sie sind heute anders.' Ja, ich bin anders. Und ich bin so dankbar dafür."
Das ist es, was Bewusstsein bewirkt. Es verändert nicht nur uns selbst. Es verändert die Welt um uns herum. Einen Moment, eine Begegnung, eine Situation nach der anderen.
Und so breitet sich das Licht aus. Still, sanft, unaufhaltsam.
Kommentare von Lesern
Anna K.
Dieser Beitrag hat mich tief berührt. Die Beschreibung des Bewusstwerdungsprozesses ist so authentisch und inspirierend. Danke für diese Einblicke!
Michael R.
Genau zur richtigen Zeit gelesen. Ich überlege schon länger, am Foundation Programm teilzunehmen, und dieser Bericht hat mir die letzten Zweifel genommen.
Claudia S.
Die Transformation, die du beschreibst, ist wirklich beeindruckend. Es zeigt, wie kraftvoll echte Bewusstseinsarbeit sein kann. Sehr motivierend!
